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"Die Straße, in der ich wohne" liegt jetzt auch als Buch vor 320 Texte von Frankfurter Grund- und Sonderschülern ausgewählt Frankfurter Rundschau, 1. Dezember 05 6500 Frankfurter Grund- und Sonderschüler haben sich mit Texten an dem Projekt "Die Straße, in der ich wohne" beteiligt. Einige Aufsätze hat die Frankfurter Rundschau als Medienpartner des Projektes täglich während der Sommerferien abgedruckt. Eine Auswahl der Texte liegt nun als Buch vor. Für den Nürnberger Verein Kinderstraße war Frankfurt eine Station der Superlative. Er hatte zuvor bereits in sieben Kommunen tausende von Kinder animiert, die Straßen zu beschreiben, in denen sie aufwachsen. Aber nirgendwo haben sich mehr Kinder beteiligt als in Frankfurt. Und auch das Buch, das nach Abschluss des Projektes erscheint, kam nirgendwo rascher auf den Markt. Die BHF Bank Stiftung, die das Projekt mit 40 000 Euro unterstützte, nennt es "ein etwas anderes Buch". Es dürfte tatsächlich wohl nur wenige Projekte geben, an denen sich so viele so junge Autoren beteiligt haben und in dem so detailliert aus Kindersicht geschrieben wurde. Ab sofort ist es im Buchhandel zu bekommen und kann bei der FR über das Servicetelefon bestellt werden. Es ist ein Buch zum "Schmunzeln und Nachdenken", meint die Stiftung. Beschrieben werden dort rund 320 Frankfurter Straßen, ihre Gerüche und Geräusche, ihre Bewohner - nette und unfreundliche - Läden und Bäume. Die Kinder erzählen von schönen Begebenheiten und von Missständen wie kaputten Spielgeräten. Wie wirkt ein Stadtteil aus der Perspektive von Bewohnern, die erst einen Meter vierzig groß sind? Die den Geruch von Hundekot oder Autoverkehr viel stärker als Erwachsene wahrnehmen? Davon bekommen die Leser einen Eindruck. Auch, wie wichtig die Atmosphäre in den Stadtteilen ist. Gibt es viel Grün, Platz für sie zum Spielen? Oder werden sie regelmäßig vertrieben? Das spielt für Kinder, deutsche wie ausländische, eine zentrale Rolle. Das 200 Seiten umfassende Buch enthält auch Texte auf Englisch, Griechisch, Koreanisch, Russisch und Thai, jeweils mit deutscher Übersetzung. Alle 6500 Texte komplett im Internet Das Buch erhalten alle Stadtverordneten und alle Kinder, deren Texte aufgenommen wurden, kostenlos. Aufgenommen wurden rund 320 der insgesamt 6500 Straßen-Beschreibungen. Sie sind alphabetisch angeordnet, von A wie Adalbertstraße bis Z wie Zum-Jungen-Straße. Der vollständige Satz ist im Internet zu finden. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) hat für das Buch das Vorwort verfasst. "Die Straße, in der ich wohne, ist ein faszinierendes und aufschlussreiches Projekt, denn es ermöglicht uns, unsere Stadt mit Kinderaugen zu sehen", schreibt sie. Und: "Kinder haben ihren eigenen Blick und ihre geheimen Orte, in denen sie sich der Erwachsenenwelt entziehen. Wie wohl sie sich in ihrer Straße fühlen, hängt aber eng mit unserem Verhalten als Erwachsene zusammen. So wird die eigene Straße zur schönsten Straße Frankfurts, weil man den Feuerwehrmann persönlich kennt oder mit den Nachbarn Fußball spielen kann und niemand schimpft." "Die Straßen, in denen wir wohnen" kann bei der FR-Telefonhotline 01803 866 866 (neun Cent/Minute) gegen Rechnung bestellt werden, es kostet 12,95 Euro zuzüglich 2,50 Euro Versandkosten. www.kinderstrasse.org |