"Schaut mal: Das ist meine Straße!"
Abendzeitung, München, 1. April 03

 

Eine Stadt mit vielen Gesichtern: Jede Straße, jeder Spielplatz, jeder Park in München hat seine eigenen Geschichten. Wie erleben die kleinsten Einwohner unserer Stadt ihre Heimat? „Die Straße, in der ich wohne, ist eigentlich nur eine halbe. Diese Hälfte besteht aus Häusern, die andere ist ständig in Bewegung: Es ist die Isar! Wenn ich auf unserem Balkon sitze, zwinkert mir der Friedensengel zu“, erzählt die zehnjährige Livia über die Widenmayerstraße.
Livia hat mit 736 weiteren Münchner Grundschülern an dem Projekt „Die Straße, in der ich wohne“ teilgenommen. Aufgabe: beschreibe deine Straße. Und dazu haben Kinder eine Menge zu erzählen. „Der Mann, der unser Auto angefahren hat, wohnt auch in unserer Straße. Das Auto war noch ganz neu – und er hat nicht mal angehalten“, erzählt Theresa (8). Sie wohnt in der Gaiglstraße. Die Geschichten der Kinder sind so unterschiedlich wie die verschiedenen Stadtteile und erzählen von Freundschaften, traurigen und lustigen Erlebnissen. „Mit dem Projekt wollen wir Kinder zum Umgang mit der Ausdrucksform Texte ermuntern“, erläutert Projektleiter Wolfgang Schlenker. Im Vordergrund steht dabei die Originalität und Anschaulichkeit der Darstellung , aber nicht die fehlerlose Beherrschung der deutschen Sprache.
Die bundesweite Initiative steht unter der Schirmherrschaft des Bundesbildungsministeriums und der UNICEF. Texte aller Kinder, die mitgemacht haben, können Sie unter www.kinderstrasse.org nachlesen.


Texte von:
Rodolfo, Barbarastraße
Teresa, Gaiglstraße
Julian, Auenstraße
Nisa, Schießstättstraße